Oh, wie schön ist Panama

 
04Mai
2013

ich lebe

Hallo,

unglaublich, wie die zeit vergeht. In sechs Wochen werde ich in ein Flugzeug steigen und wieder zurück nach Deutschland fliegen. Worauf ich mich irgendwie unglaublich freue, zugleich aber auch traurig darüber bin.

In neun Monaten gewöhnt man sich an viele Dinge, die einem anfangs fremd erscheinen und gewinnt so manches lieb.

Heute Mittag treffe ich mich mit einer Freundin, die ebenfalls mit AFS in Panama ist, an der Grenze zu Costa Rica und dann werden wir gemeinsam ein Monat durch Zentralamerika reisen. Nach dem Urlaub sind es nur noch zwei Wochen und dann heißt es Abschiednehmen..

Mein Rucksack steht zwar schon viel zu voll gepackt neben mir, aber ich muss noch so manches erledigen, bevor es losgeht.. Zeitmanagement ist auch hier einfach nicht so meins. Aus diesem Grund ist mein heutiger Blogeintrag, ein Bericht den ich für den Pfarrbrief geschrieben habe, und einfach viele Fotos. Die detaillierte Erzählung folgt dann einfach in Deutschland.

Der kleine Bär und der kleiner Tiger hatten zwar eine wunderbare Reise, sind aber nie in Panama angekommen.

Ich bin jetzt seit neun Monaten in Panama und kann es oft gar nicht glauben, wie schnell die Zeit doch vergeht.

Panama ist zwar ein kleines, aber unglaublich vielseitiges Land. Es gibt tatsächlich Orte, an denen es nach Bananen riecht, traumhafte Strände, Regenwälder, einsame Inseln, exotische Früchte, kleine indigene Bergdörfer und sehr amerikanisch geprägte Städte. Panama ist für mich ein Land der Gegensätze.

 Oh, wie schön ist Panama:)

Am Wochenende besuche ich andere Freiwillige, fahre an den Strand oder verbringe Zeit mit meiner Gastfamilie in Santiago, der dritt größten Stadt Panamas.

Montagsmorgens beginnt meine Arbeitswoche mit einer abenteuerlichen Fahrt in einem Chiva. Ein Chiva ist eine Art Jeep, der so umgebaut wurde, dass sich ca. 25 Menschen jeglichen Alters auf die Ladefläche quetschen können.

Nach einer Stunde verlässt der Chiva die Panamericana und wenig später hört der Beton auf. An der Schule vorbei, in welcher ich Englisch unterrichte, geht es nochmals eine halbe Stunde auf einer staubigen, von wirklichen Schlaglöchern geprägte Straße in das bergige Innenland Panamas. Hier befindet sich das Dorf El Bale, in welchem ich zusammen mit drei anderen Freiwilligen unter der Woche lebe und für die Stiftung FUSODEP (Solidarity and Development Foundation Panama ) arbeite.

Jeder von uns hat eine Hauptaufgabe. Die meinige ist es in einer Escuela (erste bis sechste Klasse) im Nachbardorf Englisch zu unterrichten. Es war zwar etwas deprimierend, dass die Kinder nach drei Monaten Sommerferien vieles wieder vergessen hatten, aber es macht Spaß und die Kinde können jetzt sagen, wie sie heißen, wie alt sie sind, kennen ungefähr zehn Tiere, Farben, die Körperteile und ein paar Früchte.

Nachmittags veranstalten wir verschiedene Aktionen, wie Armbänderknüpfen, Malen oder Häkeln, gehen mit den Kindern im Fluss baden oder chillen.

Anfangs ist es mir sehr schwer gefallen, mich an die Kultur und Lebensweise der Menschen hier zu gewöhnen. Nicht nur die Landschaft, sondern auch das Essen und viele andere Dinge wie beispielsweise das Arbeitsverständnis sind anders.

Aber inzwischen habe ich mich an vieles gewöhnt und so einiges lieb gewonnen.

Vor allem lerne ich hier aber Deutschland zu schätzen und was es bedeutet eine ausgebaute Infrastruktur, medizinische Notfallversorgung, immer Strom und Wasser, eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und Jahreszeiten zu haben.

Es ist unmöglich die Erfahrungen und Erlebnisse aus neun Monaten zusammenzufassen, aber ich hoffe, dass ich Ihnen einen kleinen Einblick in mein Leben Panama geben konnte. Ich werde im Juni wieder zurück nach Konstanz kommen und bei Interesse gerne mehr erzählen.

Saludos de Panamá

Marieke

 

San Blas  San Blas- Osterferien mit Hanna Kaffeefarm in Chiriqui Tigerente in der Karibik frontera nicaragua- costa rica frontera nicaragua- costa rica mono und ich:) Nicaragua Isla de Ometepe- Nicaragua Nicaragua Nicaragua Nicaragua Nicaragua habe vier hängematten in Nicaragua gekauft:) Granada- Nicaragua San Blas- Panama Carneval

26Dezember
2012

Fotos

noch ein paar Fotos:

Panama Stadt Unser Haus in El Bale Sandy und mein Zimmer und da war ich :)   Meine Gastfamilie und ich an meinem Geburtstag

26Dezember
2012

Veraguas PANAMA

So aus dem nächsten Wochenende sind dann wohl doch zwei Monate geworden...

Morgen ist Heiligabend und ich lebe jetzt seit über zwei Monaten in Veraguas.

Ich bin gerade nicht sonderlich motiviert dazu, Romane zu schreiben und habe keine Ahnung wo und wie ich anfangen soll. Aber wenn ich diesen Blogeintrag jetzt nicht schreibe, dann werde ich es wohl die nächsten zwei Monate auch nicht tun. Was bedeuten würde, dass ich noch mehr zu erzählen habe und dann bestimmt erst recht nicht weiß, wie ich alles zusammenfassen soll.

Vielleicht fange ich einfach mal genau so an, wie ich es auch bei meiner Weihnachtpost gemacht habe:

Ich wünsche euch allen aus dem warmen Panama ein schönes und winterliches (wer weiß, vielleicht wird es bei euch bis morgen ja doch noch kalt) Weihnachtsfest.

Obwohl auch hier in den Supermärkten seit ein paar Wochen Weihnachtslieder gespielt werden und man Weihnachtsbäume aus Kanada kaufen kann, kann ich es einfach nicht glauben, dass morgen Weihnachten sein soll.

Hier sind gerade Sommerferien und es wird immer wärmer, da sie Regenzeit jetzt vorbei ist. Da wollen trotz leckeren Lebkuchen, die mir meine wunderbaren Eltern aus Deutschland geschickt haben, einfach keine weihnachtlichen Gefühle aufkommen.

Mit den Sommerferien hat auch meine eigentliche Aufgabe im neuen Projekt bis März aufgehört. Ich habe zusammen mit einem Holländer in einer Grundschule zwei mal die Woche Englisch unterrichtet. Anfangs waren wir beide glaube ich sehr skeptisch, wie das Ganze wohl wird. Wir hatten beide nie zu vor unterrichtet und haben viel ausprobiert. Doch ich würde sagen, dass es sich gelohnt hat und dass die Kinder in den paar Stunden, in denen wir tatsächlich da waren, überraschend viel gelernt haben. Sie können jetzt sagen, wie sie heißen, wie alt sie sind, kennen so zehn Tier, Farben, die Körperteile und ein paar Früchte.
Ich freue mich schon sehr auf März und hoffe, das die Kinder dann begeistert weiter lernen. Außerdem hoffe ich, dass wir es schaffen, auch ein paar der Lehrer dazu zu motivieren, mit uns die Basics zu lernen, damit die Kinder auch weiter unterrichtet werden, wenn wir nicht mehr in Panama sind. 

Seit die Sommerferien angefangen haben, habe ich so dies und das gemacht.

In dem Dorf (El Bale), in dem ich unter der Woche zusammen mit den anderen Freiwilligen lebe, gibt es einen Computerraum, den alle kostenlos benützen dürfen. Unsere Aufgabe ist es, ihn in Ordnung zu halten und Aufsicht zu machen. Eigentlich kümmert sich Sandy, eine andere Freiwillige auch aus Deutschland, um den Raum. Da ich aber nicht zu tun hatte, habe ich ihr dort oft Gesellschaft geleistet und bis jetzt noch erfolglos nach dem „perfekten“ Studiengang gegooglet. Außerdem habe ich Farbstifte gekauft und mit den Kindern viel gemalt. Habe inzwischen eine ganze Sammlung von Kinderzeichnungen :).

Ach ja und dann haben wir mal so neben bei noch den Weißpräsidenten von Panama kennen gelernt und letztes Wochenende ein Haus gebaut.

Außerdem war ich im Oktober zusammen mit den anderen AFS Freiwilligen in der Karibik. Es waren zwar nur drei Tage und der Trip war etwas zu teuer für meinen Geschmack, aber einfach super schön. Wir haben Delfine und riesige Seesterne gesehen, selber Kokosnüsse geerntet und die atemberaubende Natur genossen.

Was sonst noch zu berichten wäre, ist dass ich inzwischen bereits zwei mal für ein paar Tage in Panama Stadt war. Sandy hat, bevor sie nach Panama gekommen ist, bereits ein Studium abgeschlossen und da die Welt halt doch irgendwie einfach klein ist, hatte sie eine Mitstudentin, die ebenfalls gerade für ein halbes Jahr in Panama ist. Sie lebt bei ihrem Freund in Panama Stadt und hat nicht nur ein super liebes Herz, sondern auch ein freies Bett für uns. Carmen solltest du das lesen, dann möchte ich mich an dieser Stelle nochmals bei dir dafür bedanken, dass du uns dein Panama, das einfach so anders ist, gezeigt hast.

Panama Stadt ist eine richtige Großstadt. Der Verkehr ist schrecklich, man braucht Stunden, um von A nach B zu kommen und ich würde mich dort alleine wahrscheinlich nie zurechtfinden. Aber es gibt Plätze, die einfach richtig schön sind, und es ist ein tolles Gefühl, frei und unabhängig durch eine solch große Stadt zu spazieren.

Außerdem möchte ich mich auch bei Eva und Jonas dafür bedanken, dass sie uns einen Einblick in ihr Projekt gegeben haben. Die beiden wohnen ebenfalls in Panama Stadt und arbeiten für eine Organisation namens TECHO. TECHO A MI PAIS gibt es in ganz Mittel- und Südamerika und ist eine tolle Sache.

Letztes Wochenende waren wir bei der letzten Konstruktion für das Jahr 2012 mit dabei und haben insgesamt 20 Häuser gebaut. Ich weiß nicht, wann ich das letzte mal so geschwitzt habe und glaube, dass ich noch nie zu vor so verschlammt war. Aber es war einfach ein richtig gutes Gefühl mit anzupacken und Sonntagnachmittag da einfach ein fertiges kleines Haus stehen zu haben, in dem jetzt eine Familie wohnt.

 

So das war zwar längst nicht alles, aber immerhin mal etwas und ich will ja auch noch, was zu erzählen haben, wenn ich im Juni wieder nach Hause komme.

Ich wünsche euch allen ein schönes Weihnachtsfest, tolle Ferien und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Eure Marieke

P.S.: Sollte jemand Lust haben, mir einen Brief oder eine Postkarte zu schicken, dann würde ich mich natürlich riesig darüber freuen Lächelnd.

Meine Adresse:

Marieke Hauss
Entrega General
Santiago Veraguas
República de Panama

 

Hier noch ein paar Fotos:
- Bei Klick auf das Foto wird eine vergrößerte Darstellung angezeigt

El Bale und Umgebung:

El Bale Schule         

     Santiago

Karibik:

Coco:) Lagerfeuer am Pazifik

 

Panama Stadt:

Panama KanalKanalSandy und ich mit der Tigerente am Kanal

TECHO

 

 

 

 

 

 

 

08Oktober
2012

Lebenszeichen- kurz und nicht vollständig - aber immerhin etwas

Wie fasse ich nur zwei Monate zusammen, in denen ich einfach so viel er- und durchlebt habe?? Die meisten von euch haben wahrscheinlich schon viel von meinen Eltern erfahren. Doch ich glaube, dass ich es euch allen längst schuldig bin, endlich mal etwas in meinen Block zu schreiben..
Wie mein Einstiegssatz aussagt, ist es nur leider nicht so einfach, die letzten zwei Monate mal schnell eben so in ein paar Sätzen zusammenzufassen.
Da ich bereits sehr viel gesehen, erfahren und erlebt habe und weil ich einfach nicht so ganz weiß, was ich eigentlich mit der Außenwelt teilen möchte. Schließlich kann man alles ja aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Ich kann euch erzählen, dass ich das erste Mal in meinem Leben am Pazifik war, außerdem in der Karibik und aus Kokosnüssen getrunken habe. Doch die wunderschönen Strände und exotischen Früchte, die mir hier das Leben versüßen, spiegeln wohl kaum das wieder, wie es mir hier die meiste Zeit geht und wie ich mich im Land der Bananen so fühle.
Da ich vor einer Woche aus verschiedenen Gründen Gastfamilie und mein Projekt gewechselt habe, teile ich mein Panamaleben einfach mal in zwei Teile ein.
Teil eins spielt in den Bananenplantagen an der Grenze zu Costa Rica in einer Stadt mit dem Namen Changuinola. Zu Changuinola kann ich sagen, dass es in meinen Augen nicht so hässlich ist, wie mein Reiseführer es mir prophezeit hat. Es ist nur einfach anders als der Rest von Panama. Wenn man durch Changuinola fährt, dann hat man nicht das Gefühl, dass man sich gerade in den USA befindet. Und eigentlich ist schon die Fahrt dorthin es wert das Städtchen einmal zu besuchen.   Von David aus fährt man auf der einzigen Straße die nach Changuinola führt mit einem der vielen kleinen weißen Busse vier Stunden einmal längs durchs Land. Während der Fahrt sieht man viele kleine Dörfer und Häuser im Urwald, und jedes Mal, wenn man das Gefühl hat, dass man neben dem Bus herlaufen könne und er es nicht den Hügel hoch schafft, dann wird einem bewusst, wie bergig das Landesinnere dieses schmalen Tropenstaates einfach ist.

Abgesehen davon, dass meine Gastfamilie es wortwörtlich verschlafen hat, dass ich ankomme und wir sie erst mit einem Konzert der Taxihupe aus ihrem Bett hupen mussten und sie es in meinem Projekt nicht glauben konnten, dass ich echt ein Jahr bei ihnen bleiben wollte, hat meine Zeit in Changuinola eigentlich gut angefangen.

Meine Gastmutter und meine Gastgeschwister waren mir von Anfang an sympathisch und es war glaube ich sehr amüsant, wie ich versucht habe, mit ihnen mit meinen eigentlich nicht vorhandenen Brocken Spanisch zu kommunizieren.
Ab meinem dritten Tag in Changuinola habe ich in Nutre Hogar gearbeitet. Einem Heim für Babys, die von ihren Eltern nicht genügend oder nicht das Richtige zu essen bekommen haben. Die Babys haben alle glaub schon richtig traurige Dinge durchmachen müssen und es war sehr schön zu sehen, dass sie trotzdem noch lachen können und trotz vielen Ausschlägen ihren Süßheits Faktor nicht verloren haben.
Doch Babys reden biologisch nachvollziehbar leider noch nicht und verbringen sehr viel Zeit damit zu schlafen.
Meine Aufgabe war es morgens und mittags beim Füttern zu helfen, Windeln zu wechseln, Babys anzuziehen und mit ihnen zu spielen. Mein Arbeitstag hat um 8 Uhr mit dem Füttern der Kinder angefangen. Danach durfte ich eine Stunde mit ihnen in einem extra Spielraum spielen. Nach dem Spielen wurden alle Kinder gewaschen und dann hieß es „ab ins Bett“ bis zum Mittagessen. Die Zeit, die ich mit den Kindern verbracht habe, hat mir Freude bereitet, es war nur leider so, dass ich die meiste Zeit eigentlich damit verbracht habe, alleine Wäsche aufzuhängen und Stoffwindeln zu falten. Was dazu geführt hat, dass meine Laune nicht die Beste war und mein Spanisch leider auch nicht so schnell besser geworden ist, wie ich es erhofft hatte, da weder die Babys noch die Stoffwindeln sich als sonderlich kommunikativ bewiesen haben

Nach einem Gespräch mit der Krankenschwester in meinem Projekt musste ich immerhin nicht mehr während der Spielzeit Wäsche aufhängen, was aber leider zu Folge hatte, dass die Frau, welche für die Wäsche zuständig ist, erst mal nicht mehr mit mir gesprochen hat, und durfte mit in den Spielraum, wo ich mit großem Erfolg das Herz der Kleinen erobert habe.
Doch da Babys eben viel schlafen und ich die wachen nachvollziehbarerweise nicht einfach aus ihrem Gitterbett holen durfte, bestand meine Arbeitszeit weiterhin aus viel Wäsche falten.
Naja, und da ich mich einfach nicht mit dem Gedanken anfreunden konnte und wollte ein Jahr, was einfach eine verdammt lange Zeit ist, damit zu verbringen jeden Tag mehrere Stunden in einer Ecke zu sitzen und Wäsche zu falten, habe ich nach einem Gespräch mit der Krankenschwester des Projekts und mit meiner mich am Telefon so herzlich unterstützenden Mama beschlossen, mich an AFS zu wenden und um einen Projekttausch zu beten. Was dann ja auch geklappt hat.
Doch wieso habe ich AFS gebeten mich in eine ganz andere Stadt zu schicken bzw. ihnen ein Projekt vorgeschlagen, dass fast 10 Stunden weg von Changuinola ist? Diese Frage lässt sich mit dem Teil der Erfahrungen, die ich in Changuinola gemacht haben, erklären, die mich eigentlich emotional voll beschäftigt haben.
Meine Gastfamilie war aus deutscher Sicht arm. Es war nicht ganz einfach, aber es hat mir eigentlich nicht sonderlich viel ausgemacht, sich zu vier ein Zimmer zu teilen, das halb so groß ist, wie mein eigenes Zimmer zu Hause. Wir hatten Wasser und Strom. Und ich glaube, dass jeder einmal gesagt bekommen sollte, dass er heute ohne Essen zu Bett gehen muss, da nur noch etwas für die Kinder da ist und man kein Geld hat. Obwohl, das eigentlich absolut absurd war, da ich ja selber Geld habe, war es trotzdem ein noch nie zuvor erlebtes Gefühl, das sich da in mir ausgebreitet hat, bevor ich dann doch noch etwas Toastbrot im Schrank gefunden habe.
Das eigentliche Problem mit meiner Gastfamilie aber nicht, dass meine Gastmutter mir unbewusst jedes Mal ein schlechtes Gewissen gemacht hat, wenn ich irgendwo hingefahren bin, damit, dass sie mir erzählt hat, dass mein Gastbruder auch gerne zum Beispiel auf die Inseln würde, Sondern, dass ich meine Gastmutter eigentlich nur schlafend im Bett neben mir gesehen habe. Wenn ich morgens zum Arbeiten bin, hat sie noch geschlafen, und wenn ich abends mit den beiden Kindern ins Bett gegangen bin, war sie meist noch nicht wieder zu Hause. Mit meinen beiden Gastgeschwistern habe ich mich super verstanden und sie haben mich auch total in ihr Herz geschlossen. Doch mit zwei Kindern unterhält man sich halt nicht so wie mit einem Jugendlichem oder einer erwachsenen Person. Mir hat es einfach so gefehlt, dass jemand da ist, wenn man nach Hause kommt, der sich mal mit einem unterhält oder einem einfach Mal zum Beispiel das Städtchen zeigt.
Aus diesem und weiteren Gründen, auf die ich hier jetzt nicht eingehe, kann ich zu dem Beschluss, dass Familie wechseln wohl das Beste sei.
Da meine Gastmutter mir ja aber eigentlich nichts getan hat, außer dass sie einfach keine Zeit hatte, und es glaub schon schwer genug ist als alleinerziehende Mutter mit nicht unbedingt gut bezahlendem Job, konnte ich mir einfach nicht vorstellen, ihnen zu erzählen, dass ich in Changuinola zu einer anderen Familie ziehe. Als habe ich eine andere Freiwillige gefragt, ob ich nicht zu ihr ins Projekt kann, und AFS gebeten, mich dahin zu lassen. Und dann ging alles viel schneller, als gedacht. Ich bekam einen Anruf und noch am selben Abend hieß es Koffer packen und Abschied nehmen.
Das war jetzt eine grobe Zusammenfassung des ersten Teils meines Panamalebens. Natürlich könnte ich zu meinen ersten zwei Monaten hier noch viel mehr erzählen, aber ich bin müde und muss morgen früh ausstehen. Zu erwähnen wären aber noch Linda, Jasmin, Odalis und Nayna, die mir in Changuinola echt geholfen haben! Danke:)

Außerdem hoffe ich, dass die Fotos auch einfach für sich selber sprechen.

Was mich dann in meinem neuen zu Hause erwartet hat, schreibe ich nächstes Wochenende.


unser Schlafzimmer Wohnzimmer

 

Schlafzimmer Haus und Gastgeschwister Kinder    

04August
2012

Bienvenidos a Panamá

Hallo ihr Lieben,

ich bin nach einem langem Tag im Flugzeug in Panama angekommen. Bei euch ist es schon fast 6 Uhr, hier aber erst 10 Uhr. Ich schlafe wahrscheinlich gleich über meinem Laptop ein. Aber da ich nicht weiß, wie das mit Internet in Changuionla aussieht, schreibe ich jetzt noch schnell etwas.

Ich bin heute morgen um kurz nach sieben in Frankfurt in den ersten Flieger gestiegen, nachdem ich meinen riesen Rucksack ernsthaft als Handgepäck einchecken konnte und nichtmal meiner Mama irgendetwas wieder mit nach Hause geben musste.

Von Frankfurt ging es dann über Madrid nach Panama City. Dort wurden wir von einem AFS- Team am Flughafen abgeholt und sind in unser Hotel gefahren.

Morgen werden wir unser Visum beantragen und einen Gesundheitscheck machen. Und morgen Abend geht bei mir die Reise dann schon wieder weiter. Die anderen fahren erst am Montagmorgen. Da ich es aber so weit habe, haben die mir netterweise einen Platz in einem Nachtbus reserviert. Klein Marieke ganz alleine durch ganz Panama:) Ich freu mich auf diese Fahrt und den morgigen Tag und geht jetzt schlafen, da ich glaub, heute keine anständigen Sätze mehr auf die Reihe bekomme.

Liebe Grüße Marieke

07Juli
2012

Changuinola

Hallo ihr Lieben,

bald ist es so weit. In nicht einmalmehr vier Wochen werde ich in einem Flugzeug auf dem Weg nach Panama sitzen. Ich freue mich auf diesen Tag mit sehr gemischten Gefühlen.

Sein meinem letzten Eintrag hier, hat sich viel getan. Ich habe tatsächlich ein supi tolles Abizeugnis bekommen und bin seit sieben Tagen offiziell keine Schülerin mehr.

Außerdem hatte ich bereits beide Vorbereitungsseminare. Diese waren super organisiert und ich habe viel über Panama gelernt. Ich kenne jetzt auch die Leute, die mit mir zusammen nach Panama gehen werden und ich muss sagen, dass wir eine tolle Truppe sind:).

Und hier kommt das BESTE.. Luftanhalten.. ich habe ein Projekt und eine Stadt!!!Lächelnd

Ich werde bei eine NGO mit dem Namen Nutre- Hogar in Changuinola arbeiten.
Changuinola liegt in der Provinz Bocas del Toro und hat etwa 20 000 Einwohner. Laut meinem Reiseführer handelt es sich hierbei um einen Ort mit einem unattraktivem Zentrum und wenig Sehenswürdigkeiten, der von Bananenstauden umgeben ist.
Ich finde aber, dass die Bilder bei Google eigentlich ganz nett aussehen, und bin sicher, dass ich wahrend meinem Jahr dort die wahre Schönheit der Stadt entdecken werde.
 
Die Lage ist auf jeden Fall der Hammer. Ich kann es immer noch nicht glaube, dass man von dort anscheinend mit einem Wassertaxi einfach mal so für ein Wochenende auf karibische Inseln fahren kann.

Meine Projektbeschreibung ist leider etwas schwammig und deshalb weiß ich noch nicht so ganz, was ich mir unter der ganzen Sache vorzustellen habe. Die Einrichtung könnte so ziemlich alles von Großküche bis Kinderkurheim sein. Ich weiß aber mit Sicherheit, dass ich etwas mit Kindern im Alter von 6 Monaten bis 6 Jahren zutun haben werde.
Das Projekt klingt auf jeden Fall sehr abwechslungsreich und spannend.

Aber da es jetzt ja nur noch vier Wochen sind, werde ich wohl schon bald sehen, was mich dort wirklich erwartet und euch dann auf dem Laufenden halten.

Liebe Grüße Marieke
Hier noch zwei Links:
07April
2012

Speisen vom Waffeleisen- AFS Spendenstand

Schulfest 2012

Am Schulfest habe ich zusammen mit einem Klassenkameraden, der mit AFS nach Costa Rica geht, auf Spendenbasis Waffeln verkauft. Wir haben drei Stunden lang auf Hochtouren gebacken und ich kann es immer noch nicht fassen, wie Menschen so über Waffeln herfallen können.

Ein Dank an alle Waffelesser!! Die Aktion hat sich echt gelohnt!!

01April
2012

Vielen Dank!!!

Hallo ihr Lieben,

Oh, wie schön ist Panama...!“ … nachdem der kleine Bär eine Holzkiste mit der Aufschrift „Panama“ aus dem Fluss gefischt hatte, wusste er, dass Panama das Land seiner Träume ist. Und so brachen der kleine Bär und der kleine Tiger nach Panama auf.

Das Traumland des kleinen Bärs und des kleinen Tigers ist ein schmaler Tropenstaat in Mittelamerika, in dem 40% der Menschen in Armut leben.


Ich habe keine Holzkiste mit der Aufschrift „Panama“ aus dem Bodensee gefischt, werde aber dennoch, wie ihr wahrscheinlich alle wisst, das Traumland der beiden kennen lernen.
Da ich ab August 11 Monate als Freiwillige im Rahmen eines IJFD (Internationalen Jugendfreiwilligendienst) beim AFS (American Field Service) Interkulturelle Begegnungen e. V. in einem entwicklungspolitischen oder gemeinnützigen Projekt in Panama mitarbeiten werde.

Mit diesem Blog möchte ich mich ganz herzlich bei allen bedanken, die mich unterstützt haben.

Danke!! Thank you!! Muchas gracias!!

Zudem hoffe ich, dass ich euch so einen kleinen Einblick in meine Erlebnisse und Erfahrungen geben kann. Das ist mein erster Blog und ich weiß nicht, wie oft ich Neues aus Panama schreiben werde, aber ich werde mich bemühen, regelmäßig zu schreiben.
Ach ja, ich garantiere keine korrekte Rechtschreibung und ZeichensetzungLächelnd.



Viel Spaß beim Lesen und Rumstöbern!!

Liebe Grüße Marieke

01April
2012

Erster Eintrag

Dies ist der erste Eintrag in meinem neuen Blog. In Zukunft werde ich hier über meine Erlebnisse im Ausland berichten.